PSV Schwerin setzt bei den NDM SMK 2026 ein deutliches Ausrufezeichen

Bericht: Thomas Lübeck

Vom 25.04.-26.04.2026 fanden in Hamburg die diesjährigen Norddeutschen Meisterschaften im Schwimmerischen Mehrkampf der Jahrgänge 2014 und 2015 statt.

Mit sechs Aktiven am Start zeigte sich das Team des PSV stark aufgestellt: fünf Schwimmerinnen und Schwimmer aus dem Jahrgang 2015 sowie ein Athlet aus dem Jahrgang 2014. Gerade dieser 2015er Jahrgang sticht hervor, fünf Qualifizierte aus einem Jahrgang. Für einen Wettkampf, der nur den Top 60 über 200 Meter Lagen offensteht, und das in einem riesigen Einzugsgebiet mit Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Schleswig-Holstein, Berlin, Sachsen-Anhalt, Hamburg, Bremen und Niedersachsen. Wer hier startet, gehört bereits zur erweiterten Spitze, der PSV Schwerin war mittendrin und prägend vertreten.

Im Wasser folgte eine geschlossene Mannschaftsleistung mit fünf Top-10-Platzierungen und starken Einzelergebnissen. Allen voran Max Lübeck, der sich den Vizemeistertitel im Schmetterling sicherte. Zusätzlich setzte er ein nationales Ausrufezeichen: Über 100 Meter Schmetterling schwamm er die zweitschnellste Zeit seines Jahrgangs in ganz Deutschland in diesem Jahr, ein Ergebnis auf absoluter Spitzenniveau. Paula Dankert überzeugte mit Platz 6 in Rücken,
Oskar Badermann (2014) behauptete sich im älteren Jahrgang mit Platz 8 in Kraul, Lasse Keller erreichte Platz 9 in Brust, und Milla Rietschel kämpfte sich trotz einer Disqualifikation beeindruckend zurück auf Platz 10 in Rücken.

Der Mehrkampf selbst erwies sich als extrem anspruchsvoll, überwacht von einem teils gnadenlosen Kampfgericht: Viele Athletinnen und Athleten hatten mit kleinen technischen Fehlern und daraus resultierenden Disqualifikationen zu kämpfen. Die enorme körperliche und psychische Belastung über zwei Tage führte dazu, dass zahlreiche Starter nach Rückschlägen am ersten Tag am zweiten Wettkampftag gar nicht mehr antraten.

Umso mehr sticht Mark Anton Stobbe hervor. Nach zwei Disqualifikationen am ersten Tag war er deutlich zurückgeworfen. Dennoch stellte Mark Anton sich am zweiten Tag erneut dem Wettkampf und zeigte damit weit mehr als nur sportliche Leistung. Er zeigte, was Fairplay und Teamgeist bedeutet und verkörpert damit an diesem Wochenende den olympischen Gedanken. Gerade in einem Feld, in dem viele nach Rückschlägen ausgestiegen sind, unterstreicht sein Verhalten seinen Wert als Landeskaderathlet und Vorbild innerhalb des Teams und verdient höchsten Respekt.

Der Schwimmerische Mehrkampf verlangt alles: sieben Disziplinen, darunter Delfinbeine in Bauch- und Rückenlage, 200 Meter Lagen, 400 Meter Freistil sowie die Strecken der gewählten Hauptlage. Technik, Vielseitigkeit und mentale Stabilität entscheiden über Erfolg oder Ausscheiden. Und genau diese Vielseitigkeit zeigte der PSV Schwerin eindrucksvoll.

Apropos Landeskader: Auch Lasse Keller setzte ein starkes Ausrufezeichen. Mit der 11. schnellsten Zeit in ganz Deutschland in diesem Jahr über 200 Meter Brust erfüllt er jetzt ebenfalls die bundeseinheitliche Landeskadernorm. Damit gehört er nun gemeinsam mit Max Lübeck und Mark Anton Stobbe zum Landeskader des Schwimmverbandes Mecklenburg-Vorpommern. Der PSV Schwerin stellt damit in der kommenden Saison drei Kaderathleten im Jahrgang 2015 und unterstreicht seine kontinuierliche Nachwuchsarbeit auf höchstem Niveau.

Unterm Strich bleibt ein Wochenende mit klarer Botschaft:
Ein Jahrgang 2015, der in der Breite überzeugt und national sichtbar ist.
Ein Team, das trotz Rückschlägen liefert.
Und Athleten, die sportlich wie menschlich Maßstäbe setzen.

Fünf aus Jahrgang 2015, ein Jahrgang 2014, fünf Top-10-Platzierungen, deutsche Spitzenzeiten und echte Vorbilder im Umgang mit Herausforderungen.

Ihr könnt stolz auf Euch sein, Wir sind es!