Dreimal PSV Schwerin. Ein Novum in Deutschland.
Die Zahlen sprechen für sich. 20 Startplätze pro Lage. Mehr gibt es nicht.
Wer vom 05. bis 07. Juni 2026 bei den Deutschen Meisterschaften im Schwimmerischen Mehrkampf in Düsseldorf an den Start gehen will, musste sich zuvor durch eines der härtesten Qualifikationsverfahren im deutschen Nachwuchsschwimmen kämpfen. Erstmals wurden die Zeiten über 100 und 200 Meter einer Lage addiert. Nur die jeweils 20 besten Schwimmer Deutschlands erhielten das Ticket für die Meisterschaften.
Für viele Vereine ist es bereits ein großer Erfolg, überhaupt einen Athleten in dieses erlesene Feld zu bringen. Zwei Qualifikationen in einem Jahrgang? Außergewöhnlich. Drei Qualifikationen? In derselben Altersklasse? Das ist bundesweit eine absolute Seltenheit. Genau das ist dem PSV Schwerin gelungen.
Mit Max Lübeck über Schmetterling, Mark Anton Stobbe über Rücken und Lasse Keller über Brust stellt der PSV Schwerin gleich drei Teilnehmer im männlichen Jahrgang 2015 – und damit mehr als jeder andere Verein Deutschlands. Bemerkenswert ist dabei nicht nur die Anzahl der Qualifikationen, sondern auch ihre Breite. Die drei Jungen haben sich in drei unterschiedlichen Schwimmlagen gegen die nationale Konkurrenz durchgesetzt. Das spricht nicht für die Stärke eines einzelnen Talents, sondern für die Qualität einer gesamten Trainingsgruppe. In Düsseldorf wartet nun eine besondere Herausforderung. Der Schwimmerische Mehrkampf ist kein Wettbewerb für Spezialisten. Neben den 100- und 200-Meter-Strecken sowie dem Beinschwimmen in der jeweiligen Qualifikationslage stehen auch Delphinkicks in Bauch- und Rückenlage, 400 Meter Freistil und 200 Meter Lagen auf dem Programm. Gefragt sind Technik, Vielseitigkeit, Ausdauer und Nervenstärke – Eigenschaften, die den Schwimmerischen Mehrkampf seit Jahren zu einer der anspruchsvollsten Nachwuchsmeisterschaften Deutschlands machen.
Für Max, Anton und Lasse geht es nun darum, sich mit den besten Schwimmern ihres Jahrgangs zu messen. Unabhängig von den Platzierungen haben die drei bereits etwas erreicht, das nur wenigen Nachwuchssportlern gelingt: Sie gehören in ihren Lagen zu den besten 20 Schwimmern Deutschlands.
Und gemeinsam haben sie etwas geschafft, das selbst für erfolgreiche Vereine außergewöhnlich ist: Drei Qualifikationen. Ein Jahrgang. Ein Verein.
